QR-Codes im Marketing: So verbinden Unternehmen Print und Website

Flyer, Visitenkarten, Plakate oder Broschüren haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind nicht interaktiv. Wer weitere Informationen erhalten möchte, muss eine Webadresse eintippen oder selbst nach dem Unternehmen suchen.

Ein QR-Code schafft hier eine einfache Verbindung zwischen gedruckten Werbemitteln und digitalen Inhalten. Ein kurzer Scan mit dem Smartphone reicht aus, um beispielsweise eine Website, eine Aktionsseite, Kontaktdaten oder ein Bewertungsformular aufzurufen.

Gerade für Unternehmen lassen sich QR-Codes deshalb sehr vielseitig im Marketing einsetzen.

Warum QR-Codes für Printwerbung interessant sind

Eine Webadresse wie www.beispiel.ch/sommeraktion-2026 lässt sich auf einem Flyer problemlos abdrucken. Ob sie jemand tatsächlich in den Browser eingibt, ist allerdings eine andere Frage.

Ein QR-Code reduziert diesen Schritt auf wenige Sekunden.

Der Nutzer scannt den Code und landet direkt dort, wo Sie ihn haben möchten. Das kann beispielsweise sein:

  • eine bestimmte Unterseite Ihrer Website
  • eine Landingpage für eine Kampagne
  • eine digitale Visitenkarte
  • ein Kontaktformular
  • eine Gutscheinseite
  • eine Veranstaltungsseite
  • eine Bewertungsseite
  • eine Speisekarte
  • eine Terminbuchung

Damit wird aus einem statischen Werbemittel ein direkter Einstieg in Ihre digitale Kommunikation.

1. QR-Codes auf Flyern und Broschüren

Flyer gehören zu den naheliegendsten Einsatzmöglichkeiten.

Statt sämtliche Informationen auf einer begrenzten Fläche unterbringen zu müssen, können Sie auf weiterführende Inhalte verweisen.

Ein Handwerksbetrieb könnte beispielsweise auf dem Flyer nur seine wichtigsten Leistungen zeigen. Über einen QR-Code gelangen Interessenten anschliessend zu Referenzprojekten, weiteren Bildern oder einem Anfrageformular.

Auch saisonale Aktionen lassen sich so gut umsetzen:

Flyer → QR-Code → Aktionsseite → Kontakt oder Bestellung

Der QR-Code sollte dabei nicht einfach irgendwo platziert werden. Der Nutzer sollte erkennen, was ihn nach dem Scan erwartet.

Statt nur: „QR-Code scannen“ ist beispielsweise: „Weitere Referenzen ansehen“ oder „Aktuelles Angebot entdecken“ deutlich aussagekräftiger.

2. Visitenkarten digital erweitern

Eine klassische Visitenkarte bietet nur begrenzt Platz.

Neben Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website können weitere Informationen schnell unübersichtlich wirken.

Über einen QR-Code lässt sich die gedruckte Karte mit einer digitalen Visitenkarte oder einer kleinen Landingpage verbinden.

Dort können beispielsweise zusätzliche Informationen hinterlegt werden:

  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Website
  • Social-Media-Profile
  • Öffnungszeiten
  • Standort
  • Kontaktformular

Der Vorteil: Die Visitenkarte bleibt übersichtlich, während online deutlich mehr Informationen zur Verfügung stehen.

3. Google-Bewertungen einfacher sammeln

Auch für Kundenbewertungen können QR-Codes sinnvoll eingesetzt werden.

Ein Restaurant könnte beispielsweise einen kleinen Aufsteller auf dem Tisch platzieren. Eine Werkstatt könnte den QR-Code auf die Rechnung oder eine Karte drucken.

Nach dem Scan gelangt der Kunde direkt zur Bewertungsmöglichkeit. Dadurch entfällt die Suche nach dem Unternehmen bei Google.

Wichtig ist auch hier eine klare Aufforderung, beispielsweise:

„Zufrieden mit unserem Service? Wir freuen uns über Ihre Bewertung.“

Je weniger Schritte zwischen Aufforderung und Bewertung liegen, desto einfacher machen Sie es Ihren Kunden.

4. QR-Codes auf Plakaten und Schaufenstern

Plakate und Schaufensterwerbung werden häufig unterwegs wahrgenommen.

Gerade hier ist es sinnvoll, Interessenten eine Möglichkeit zu geben, Informationen direkt auf ihrem Smartphone mitzunehmen.

Ein Immobilienunternehmen könnte beispielsweise ein Objekt im Schaufenster präsentieren und über einen QR-Code direkt zum vollständigen Exposé führen.

Ein Verein könnte auf einem Veranstaltungsplakat direkt zur Anmeldung verlinken.

Ein Geschäft könnte ausserhalb der Öffnungszeiten über einen QR-Code auf seinen Onlineshop oder aktuelle Angebote hinweisen.

Der gedruckte Inhalt macht aufmerksam – der QR-Code führt den Interessenten weiter.

5. Veranstaltungen mit digitalen Informationen ergänzen

Bei Veranstaltungen können QR-Codes gleich an mehreren Stellen eingesetzt werden.

Zum Beispiel für:

  • Anmeldung
  • Programm
  • Anfahrtsinformationen
  • digitale Tickets
  • Speisekarten
  • Kontaktinformationen
  • Feedback nach der Veranstaltung

Ein Veranstalter muss dadurch nicht jede Information auf Flyer oder Plakate drucken.

Ändert sich beispielsweise das Programm kurzfristig, können die aktuellen Informationen auf einer Webseite oder Landingpage angepasst werden.

Besonders praktisch wird dies in Verbindung mit einem dynamischen QR-Code.

Statische oder dynamische QR-Codes?

Bei Marketingaktionen sollte früh entschieden werden, ob ein statischer oder dynamischer QR-Code verwendet wird.

Bei einem statischen QR-Code ist die Zieladresse direkt im QR-Code gespeichert. Wird beispielsweise eine Website-Adresse hinterlegt, kann diese später nicht mehr geändert werden.

Das ist kein Problem, solange die Zielseite dauerhaft bestehen bleibt.

Bei gedruckten Werbemitteln kann ein dynamischer QR-Code jedoch deutlich flexibler sein.

Hier verweist der gedruckte QR-Code zunächst auf eine Weiterleitungsadresse. Das eigentliche Ziel kann später geändert werden.

Ein Beispiel: Sie lassen 2’000 Flyer drucken und verlinken den QR-Code auf eine Sommeraktion. Nach Ende der Aktion können Sie denselben QR-Code auf eine andere Seite weiterleiten. Die bereits gedruckten Flyer müssen dafür nicht verändert werden.

Gerade bei langfristig verwendeten Drucksachen kann das ein grosser Vorteil sein.

Scans von QR-Codes auswerten

Ein weiterer Vorteil dynamischer QR-Codes ist die Möglichkeit, Scans statistisch auszuwerten.

Damit lässt sich beispielsweise erkennen, ob ein QR-Code überhaupt genutzt wird.

Das ist insbesondere interessant, wenn verschiedene Werbemittel miteinander verglichen werden.

Sie könnten zum Beispiel unterschiedliche QR-Codes verwenden für:

  • Flyer
  • Plakate
  • Visitenkarten
  • Messestand
  • Kundenmailing

Anschliessend lässt sich besser beurteilen, über welches Werbemittel tatsächlich Scans entstehen.

Das ersetzt keine vollständige Marketinganalyse, liefert aber zusätzliche Informationen darüber, wie gedruckte Werbung genutzt wird.

Die richtige Zielseite ist genauso wichtig wie der QR-Code

Ein QR-Code allein macht noch keine gute Kampagne. Entscheidend ist, was nach dem Scan passiert.

Wer mit dem Smartphone scannt, sollte auf einer Seite landen, die auch für Smartphones optimiert ist.

Eine umfangreiche Desktop-Seite mit kleinen Schriften, komplizierter Navigation oder langen Ladezeiten kann dafür ungeeignet sein. Oft ist eine einfache Landingpage sogar sinnvoller als die normale Startseite.

Beispielsweise:

Plakat für eine Veranstaltung → Event-Landingpage

statt:

Plakat → Startseite → Menü → Veranstaltungen → Veranstaltung suchen

Je direkter der Nutzer sein Ziel erreicht, desto besser.

QR-Codes mit QR Swiss verwalten

Für Unternehmen, die QR-Codes regelmässig einsetzen möchten, habe ich mit QR Swiss eine eigene Plattform für dynamische QR-Codes und digitale Landingpages entwickelt.

Damit lassen sich QR-Codes zentral erstellen und verwalten. Bei dynamischen QR-Codes kann das hinterlegte Ziel später geändert werden, ohne dass der gedruckte Code ausgetauscht werden muss.

Zusätzlich können Scans ausgewertet und verschiedene Landingpages erstellt werden, beispielsweise für:

  • digitale Visitenkarten
  • Linkseiten
  • Gutscheine
  • Events
  • Onepager

QR Swiss richtet sich insbesondere an Unternehmen, Selbstständige und Vereine in der Schweiz und kann zunächst kostenlos ausprobiert werden.

https://www.qr-swiss.ch/

Häufige Fragen zu QR-Codes im Marketing

Sind QR-Codes für Unternehmen noch sinnvoll?

Ja. QR-Codes sind besonders sinnvoll, wenn gedruckte Materialien mit digitalen Inhalten verbunden werden sollen. Der Nutzer muss keine Webadresse eintippen und kann direkt mit dem Smartphone auf die gewünschte Seite gelangen.

Wo kann ein Unternehmen QR-Codes einsetzen?

Typische Einsatzmöglichkeiten sind Flyer, Visitenkarten, Plakate, Schaufenster, Verpackungen, Rechnungen, Tischaufsteller und Veranstaltungsmaterialien.

Sollte ich einen statischen oder dynamischen QR-Code verwenden?

Wenn sich das Ziel später möglicherweise ändern soll oder Scan-Statistiken benötigt werden, ist ein dynamischer QR-Code meist sinnvoller. Für dauerhaft unveränderte Inhalte kann auch ein statischer QR-Code ausreichen.

Sollte ein QR-Code auf die Startseite führen?

Nicht unbedingt. Meist ist es besser, direkt auf die Seite zu verlinken, die zum jeweiligen Werbemittel passt. Bei einer Veranstaltung beispielsweise direkt auf die Veranstaltungsseite statt auf die allgemeine Startseite.

Kann ich erkennen, wie oft mein QR-Code gescannt wurde?

Bei entsprechenden dynamischen QR-Code-Lösungen können Scan-Statistiken erfasst werden. Dadurch lässt sich beispielsweise vergleichen, welche Werbemittel besonders häufig gescannt werden.


Kevin Kühn

Autor: Kevin Kühn, Inhaber / Webdesigner
Hi, ich bin Webdesigner und entwickle moderne, klar strukturierte Websites, die nicht nur gut aussehen, sondern auch dafür sorgen, dass Besucher sich problemlos zurechtfinden. Mein Ziel ist es, kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen, online sichtbarer zu werden und mehr Kunden zu gewinnen.